Das komplette Autarkie-System: Übersicht meiner Anlage
Ein Blick auf mein vollständiges Autarkie-System: PV, Speicher, Wärmepumpe, Wechselrichter und Energiemanagement.
Von Redaktion AutarkieHome · Redaktion · veröffentlicht am 14. Oktober 2025
Das große Bild: So sieht echte Autarkie aus
Nach drei Jahren Planung, Installation und Betrieb habe ich ein vollständiges Autarkie-System aufgebaut, das unsere Familie zu 90 % unabhängig vom öffentlichen Stromnetz macht. In diesem Beitrag zeige ich euch die komplette Übersicht – alle Komponenten, ihre Funktion und wie sie als System zusammenwirken.
Komponentenübersicht meines Systems
- Photovoltaik: 13,2 kWp, 31 Module à 420 Wp (TOPCon), Südausrichtung, 35° Neigung
- Wechselrichter: SMA Sunny Tripower Smart Energy 10.0, Hybrid-fähig, Backup-Power
- Batteriespeicher: 15 kWh LiFePO4 (BYD Battery-Box Premium HVS), nutzbar 14,4 kWh
- Wärmepumpe: Daikin Altherma 3 Luft-Wasser, 12 kW, COP bis 4,5
- Energiemanagementsystem: SMA Energy Meter + Home Manager 2.0
- Netzanschluss: Vorhanden als Backup (bidirektional)
- Wallbox: ABL eMH1, 11 kW, integriert ins Energiemanagement
Der Energiefluss im System
Das System ist so aufgebaut, dass eine klare Prioritätenhierarchie gilt:
- 1. Eigenverbrauch: Solarstrom wird zuerst im Haus genutzt
- 2. Speicherladen: Überschuss geht in den Batteriespeicher
- 3. E-Auto laden: Bei vollem Speicher lädt das Auto
- 4. Einspeisung: Erst dann fließt Strom ins Netz
Das Energiemanagementsystem überwacht alle Flüsse in Echtzeit und optimiert automatisch. Ich sehe alles auf meinem Smartphone – und greife nur selten manuell ein.
Backup-Betrieb bei Netzausfall
Ein Feature, das mir besonders am Herzen liegt: Der Backup-Betrieb. Bei einem Netzausfall trennt der Wechselrichter automatisch das Haus vom Netz und versorgt es über den Speicher weiter. Innerhalb von Millisekunden – unbemerkt im Alltag. Kritische Verbraucher wie Kühlschrank, Router und Beleuchtung laufen weiter.
Das Monitoring: Zahlen, die begeistern
Das schönste am System ist das Monitoring. In der SMA-App sehe ich in Echtzeit:
- Aktuelle Solarproduktion und Prognose
- Speicherfüllstand und Lade-/Entladegeschwindigkeit
- Hausverbrauch und Eigenverbrauchsanteil
- Netzbezug und -einspeisung
- Wärmepumpenverbrauch und Effizienz (COP)
Gesamtkosten des Systems
Ich war von Anfang an transparent über die Kosten. Hier die echten Zahlen:
- Photovoltaikanlage + Wechselrichter: 22.000 Euro
- Batteriespeicher: 11.500 Euro
- Wärmepumpe + Installation: 18.000 Euro
- Energiemanagement + Wallbox: 3.500 Euro
- Gesamt brutto: 55.000 Euro
- Nach Förderungen (KfW, BAFA, Steuerbonus): 39.500 Euro
Der Ausblick: Was noch kommen könnte
Das System ist komplett – aber es gibt immer Optimierungspotenzial. Ein bidirektionales Laden des E-Autos (V2H) steht auf meiner Liste. Ebenso eine dynamische Stromtarifoptimierung für die wenigen Stunden, in denen ich Netzstrom beziehe. Das Fundament ist gelegt – jetzt geht es um Verfeinerung.